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Was verändert der Wechsel von EnEV zu GEG?

1. Was verändert der Wechsel von EnEV zu GEG?

2. Was regelt das GEG?

3. Warum kann das GEG zur Kostenfalle beim Kauf von Bestandsimmobilien werden?

1. Was verändert der Wechsel von EnEV zu GEG?

Wenn es um energieeffizientes Bauen und Sanieren ging, herrschte in Deutschland lange Zeit großes Vorschriftenchaos: Die Richtlinien für Heizungs- und Klimaanlagen, Wärmedämmung und den Anteil an erneuerbaren Energien, den inzwischen jeder Neubau fest einplanen muss, waren auf drei verschiedene Gesetze verteilt. Seit dem 1. November 2020 soll nun das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) Ordnung in das Durcheinander bringen. Ein wichtiger Nebeneffekt der Änderung: Die Modernisierungspflicht für Bestandsimmobilien.

2. Was regelt das GEG?

Das GEG bündelt alle Inhalte rund um den Energieverbrauch von Immobilien, die vorher auf die Energieeinsparverordnung (EnEV), das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und das Erneuerbare- Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) verteilt waren. Aus drei alten Gesetzen wird also ein neues – vor allem aus organisatorischen Gründen.

Obwohl die erste große Reform des GEG erst für 2025 geplant ist, haben viele Eigentümer aufgrund der Änderung schon heute alle Hände voll zu tun: Für Bestandsimmobilien schreibt das neue Gebäudeenergiegesetz nämlich eine Modernisierungspflicht vor.

Was müssen Eigentümer von Bestandsimmobilien energetisch sanieren?

  • Heizungs- und Warmwasserrohre, die durch unbeheizte Räume verlaufen, müssen

    wärmegedämmt werden

  • unbeheizte Dachräume setzen starke Wärmedämmung für die oberste Geschossdecke oder das Dach voraus

  • Heizkessel, die älter als 30 Jahre und weder Niedrigenergie- noch Brennwertkessel sind, müssen gegen energieeffiziente Modelle ausgetauscht werden

    Darüber hinaus schreibt das GEG auch Richtwerte für die freiwillige Sanierung weiterer Teile der Gebäudehülle vor. Wer beispielsweise die Fenster austauschen oder die Fassade neu verputzen möchte, muss auch mit diesen einzelnen Sanierungsarbeiten bestimmte Mindestwerte erreichen – und wer ein Gebäude umfassend modernisiert, muss im Rahmen der Umbauarbeiten auch eine Gesamtenergiebilanz für die Immobilie erstellen lassen.

3. Warum kann das GEG zur Kostenfalle beim Kauf von Bestandsimmobilien werden?

Eigentümer, die vor Einführung der EnEV im Jahr 2002 ein Ein- oder Zweifamilienhaus gebaut und es  seitdem selbst bewohnt haben, sind von der Nachrüst- und Austauschpflicht nach dem GEG  ausgenommen. Erst wenn diese Immobilien den Besitzer wechseln, ist die energetische Sanierung  fällig. Aus genau diesem Grund sollten Käufer ab sofort besonders genau darauf achten, wann ihr  Traumhaus zuletzt modernisiert wurde: Entspricht ein Altbau nicht den Standards des GEG, ist es  Aufgabe der neuen Eigentümer, die Sanierung durchzuführen – und zwar innerhalb von zwei Jahren  nach Kauf. Wer diese Frist aus dem Blick verliert, riskiert Bußgelder in Höhe von bis zu 50.000 Euro. 

Für Interessenten, die noch zwischen Bestandsimmobilie und einem Neubau schwanken, können die  Vorschriften des GEG daher ab sofort zum Zünglein an der Waage werden: Alle Neubauten, die heute  genehmigt werden, müssen schließlich den Richtwerten des GEG entsprechen. Und das bedeutet,  dass sich hier – im Gegensatz zu manchem Altbau – keine zusätzlichen Kosten verstecken, die schon  nach dem Einzug die Freude an den eigenen vier Wände trüben könnten.

Immobilien ohne versteckte Sanierungskosten

Eine umfassende energetische Sanierung lässt nicht nur den Preis einer Wohnimmobilie nachträglich in die Höhe schnellen: Sie kostet auch Zeit, Kraft und Lebensqualität. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Kosten für alle innerhalb der ersten Jahre im neuen Haus anfallenden Modernisierungsarbeiten genau gegen die Kosten eines Neubaus abzuwägen.

Axel Knows hilft Ihnen dabei, diesen Kostenvergleich transparent zu gestalten. Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin und lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie ein zukunftsorientiert gestalteter Neubau dazu beitragen kann, die Kosten für Ihr Traumhaus zu senken.